Ich soll in die Mitte dieser Stromschnellen voller spitzer Steine springen? Sounds great!

Freitag, 05.12.2014

Hallooooo,

sohooo ich denke das wird mein vorerst letzter Eintrag in diesem Jahr werden. Auf Grund meines bekanntlichem Geldmangel, werde ich Reisen und Ausgehen auf ein Minimum beschränken. Abgesehen davon steht nächste Woche die letzte Vorlesungswoche an und ja dann ists bald auch vorbei. Dennoch möchte ich gern die Gelegenheit wahrnehmen euch von meinem letzten Abenteuer zu erzählen.

Vor einer Woche ging es nähmlich zum Green Canyon. Eine Busfahrt von 10 Stunden hin und 12 Stunden zurück war es mir Wert, ein Wochenendtrip zu diesem wahrlich atemberaubenden Ort zu unternehmen. Ich kann euch gar nicht sagen wie begeistert ich von dem Abenteuer war. Bereits mein letzter Trip war wenig Touristen freundlich, dieser hingegen hat dass bei weitem Übertroffen. Zwar waren die Unterkünfte besser und auch Menschen gabs mehr aber dennoch. Ziel des Ausflugs war ein Body Rafting Tour durch den "Green Canyon". Bisher kannte ich Rafting nur in einem Boot und stellte mir Body Rafting daher eher wie ein gemütliches Treiben durch den Fluss vor.

Allerdings wiedermal weit gefehlt. Einstieg der Tour war eine kurze Wanderung durch den Dschungel, die auf einer 8 Meter hohen Klippe endete.  Los gings dann natürlich mit einem Sprung in das 8 Meter tiefer liegende kühle Nass. Nun gut irgendwie musste man ja ins Wasser, von daher nahm mir dies noch nicht die Vorstellung von meinem gemütlichen Treiben. Nach einer Weile schwammen wir an den Rand und wurden aufgefordert eine Kette mit 5 Leuten zu bilden. Hört sich nach Spaß an, keiner machte sich Sorgen. Spätestens als wir dann in unseren freudigen Kette auf die Stromschnellen zu trieben wurde uns klar was hier los war. Natürlich erkannten wir den ernst der Lage zu spät und so löste sich unsere Kette schnell auf, was zu einem panisch gestikulieren unseres Guides führte. Mit  Schürfwunden und ein paar dem Panikanfall nahen Mädchen überstanden wir aber auch dies. Der Rest der Tour gestaltete sich als eine Mischung aus Freecliming in den äußeren Wänden des Canyon und dem durchschwimmen der Stromschnellen. Ich hatte einen heiden Spaß und war überglücklich:D So ging es nicht allen, da wir auch eine Reihe von indonesischen Mädchen mit an Bord hatten, die eher die Schwimmeigenschaften einer treibenden Flasche Wasser mit sich brachten. Alles in allem war es eine Tour die man so in Europa,  auf Grund unzähliger Sicherheitsmängel, wohl nicht hätte anbieten oder erleben können. Aber was erwartet man am Ende Welt, wenn ein indonesischer Guide einem klar macht in die Mitte einer Stromschnelle voller spitzer Steine zu springen und einem nur die Anweisung gibt nach dem Sprung schnellstmöglich nach links zu schwimmen:D Dennoch keine ernsthaften Verletzungen und ein unvergessliches Erlebnis.


Ansonsten bin ich im vollen Bewerbungsstress und verbringe einen Großteil meiner Freizeit mit der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und dem schreiben weiterer Bewerbungen. Hoffe bald eine Stelle zu finden um dann weiter planen zu können. Aber bisher, soweit so gut. Konnte leider kaum Bilder machen da ich mit Schwimmen, Steinen ausweichen und von Klippen springen beschäftigt war ( höchste übrings knapp 12 Meter).

Beste Grüße


Hier dennoch ein Bild das euch vllt einen besseren Eindruck verschafft.

Sempu Island und seine "Bewohner"

Montag, 24.11.2014

Hallo zusammen,

wieder sind knapp zwei Wochen ins Lande gekommen und wieder habe ich ein Abenteuer mehr erlebt.  Diesmal gingen wir alles ein wenig ungeplanter an und verließen uns darauf im Laufe des Trips einen Weg zum Ziel zu finden. Unser Ziel diesmal Sempu island. Das einzige was wir wirklich im Vorfeld planen mussten, war die Verpflegung da es auf der Insel weder Geschäfte, noch Essensstände, noch sonst irgendwas gab. Somit deckten wir uns reichlich mit Nudelsuppen, anderem Campingfood und 6 Flaschenwasser pro Person ein.

Nach einer siebenstündigen Bahnfahrt in einem leicht unterkühltem Wagon (fragt mich nicht warum aber in Indonesien werden alle Klimaanlage bis ans Maximum genutzt), erreichten wir die Stadt Malang. Hier wollten wir neben einem Zelt für die Übernachtung auf der Insel, auch einen Mitfahrgelegenheit zur Küste finden. Wie der Zufall so will, sprach uns direkt am Bahnhof ein Indonesier an und fragt uns wo wir hin wollen. Nach einem kurzen Gespräch handelten wir einen guten Preis aus und machten uns in seinem Minibus auf den Weg. Erster Halt, wie sollte es anders sein, Mc Donalds zum Frühstück. Leider funktioniert auch das Indonesien nicht immer reibungslos. Um 4.00 Morgens gab es in dem Mc Donalds, genau einen Chickenburger, einen Hamburger und 6 Chickennuggets. Die Materialien für weitere Delikatessen waren komplett verbraucht. Natürlich haben wir uns alle nach einer solchen Nacht mehr versprochen aber immerhin hatten wir etwas essbares.

Fröhlich mit ein wenig Junkfood im Magen ging es weiter zum Zeltshop, der nach Information unseres Fahrers, auch zu dieser Zeit mit einem einfach Klopfen an die Tür zu 100 % auf machen würde. Zur großen Überraschung machte niemand auf und so entschlossen wir uns vorerst Zeltlos zur Küste zu fahren.  Die Fahrt war wie immer holprig . Am Ziel angekommen fanden wir erstaunlich schnell ein Zelt, sowie ein Boot das uns auf die Insel bringen konnte und einen Führer der uns durch den Dschungel führen sollte.

Auf der Insel angekommen wurde uns schnell klar das dieser Ort nicht  gerade für Touristen ausgelegt war. Zu Beginn begrüßte uns ein wilder Affe der nicht unbedingt zu scherzen aufgelegt war. Nach dem wir im Ihm kurz deutlich gemacht haben das wir zum einen in der Überzahl waren und zum anderen mit Dingen werfen können, hört er auf uns an zu brüllen und näher zukommen. Unser Tourguide machte uns danach darauf aufmerksam das die Affe hier alles tun um an Essen oder sonstige für Sie interessante Dinge zu kommen und auch gern mal beißen. Es gab keine direkten Weg durch den Dschungel sonder nur eine Art Trampelpfad, der sich bergauf und bergab über Wurzel, Pfützen und andere Hindernisse erstreckte. Trotz unseres schweren Gepäck meisterten wir die zweistündigen Hick in 75 Minuten.

Völlig durchnässt und erschöpft gelangen wir zu der Lagune. Ich sag euch ein wirklicher Traum und einer der schönsten Orte die ich bisher gesehen habe. Das Wasser der Lagune kam vom Meer, zum einem durch Unterwasserkanäle, als auch durch ein Loch in einer Felswand. Schaut euch die Bilder dann habt Ihr einen Eindruck davon ;) Ansonsten hatten wir die komplette Zeit eine Affen Familie zu Besuch die uns auf Trab hielt, da sie jede Gelegenheit nutze um uns Essen und Müll zu klauen. Unser Zelt war leider auch nicht mehr als eine große Plastiktüte gab uns allerdings zumindest etwas Schutz, auch wenn ich der Überzeugung bin das es einem Regenschauer und einem lauen Windstoß nicht stand gehalten hätte.  Die Rückfahrt verlief ähnlich entspannt und reibungslos.

Ich hoffe es geht euch allen gut und der Rückflug ist gebucht ;) 20.01 gehts nach Wien. Noch habe ich zwar keine Praktikumsplatz, war allerdings aus Kosten gründen gezwungen den Flug bereits jetzt zu buchen. Die ersten Bewerbung sind raus und ich warte auf Antworten. Sollte dennoch jemand jemand kennen der jemand kennt lasst es mich wissen;)

Lieben Gruß


 

Alltag ist eingekehrt

Mittwoch, 12.11.2014

Guten Morgen da draußen,

schon wieder ist eine Woche vorbei und langsam zieht auch hier ein schlechteres Wetter auf. Seit ca. einer Woche hat uns nun auch endlich die Regenzeit eingeholt, was heißt das es hier nun auch öfters mal Grau am Himmel ist. Regen hier ist allerdings etwas völlig anderes als bei euch. Hier regend es nun ca. 2 mal am Tag wie aus Eimern und das ist wörtlich gemeint. Abgesehen von dem Verkehr, der in solchen Momenten völlig zum Stocken gerät, ist es allerdings aus haltbar, da es von den Temperatur her immer noch relativ warm ist.

Abgesehen von Uni und die Nacht unsicher zu machen ist in der letzten Woche nicht alt zu viel passiert. Unileben sieht zur Zeit so aus, dass ich mir ein Buch mitnehme und die komplette Vorlesung lese, so lässt es sich tatsächlich einiger Maßen aushalten. Vom Feiern her stand am Freitag wiedermal ein Beerpong Tunier an, in dem ich es tatsächlich bis in Finale geschafft;) Sonntag hieß es dann Vorglühen und Karaoke Bar. Sehr amüsanter Abend, vom springen und tanzen auf den Tischen unseres Karaokeraums, bis laut starken Mitsingen war alles dabei. 

Tja viel mehr berichtenswertes ist die Woche leider nicht passiert, allerdings gehts morgen nach einer Weile mal wieder Richtung Insel und Strand;) Diesmal warten eine siebenstündige Bahnfahrt, eine  zweistündige Wanderung durch den Jungle, eine Lagune  und Zetteln am Strand auf mich. Sobald ich zurück bin meld ich mich wieder und dann auch wieder mit ein paar Bildern.

Bis dene ;)

Unkraut vergeht nicht?!

Sonntag, 02.11.2014

Halli Hallo, jap mich gib es noch;)

Erst einmal entschuldigt dafür das ich mich so lange nicht gemeldet habe. Allerdings muss ich sagen, das ich mich riesig gefreut, dass sich tatsächlich eine handvoll Leute darüber beschwert haben, das ich Sie Ihrer wöchentlichen Lektüre beraubt habe. Na ja zu meiner Verteidigung, auch in einem Studium in Indonesien muss man Examen schreiben:D. Wie Ihr euch denken könnt saß ich Tag und Nacht hinter dem Schreibtisch und war extrem fleißig. Somit fehlte mir die Zeit spannenden Dinge zu unternehmen von denen ich euch hätte berichten könnte. Die Examen sind nun jedenfalls für erste rum und ich gehe mit gemischten Gefühlen raus. Habe heute erfahren das wir die Examen wohl normalerweise nicht zurück bekommen und am Ende nur eine gesamt Note bekommen. Einer der Lehrer hat hier eine Ausnahme gemacht, welche mich in meinem bestreben Tag und Nacht zu lernen (nicht!) sehr bestärkt hat. Eine Freundin von mir die tatsächlich einen größeren Input in die Unternehmung Examen gesteckt hat und sage und schreibe 3 Doppelbögen mit ihrem Wissen füllen konnte, wurde dafür mit einer stolzen 9,0 von 10,0 benotet.  Meine Wissen schafftet es nur auf magere 3 Seite, reichte allerdings für eine stabile 8,4 :D.

Man muss vielleicht dazu sagen das keiner in meinem Kurs den ich kenne eine geringere Note als 7,9 bekommen hat. Ein paar einheimische Bekannte versicherten mir dann auf die Rückfrage, ob jemals wer in Fächern wie diesen durchgefallen wäre, das es wohl nur solche schaffen durch zufallen die zum Unterricht nicht erscheinen und somit ihre Anwesenheitspflicht nicht erfüllen. Natürlich waren auch die Examen mehr im Indonesien Stil, was für reichlich Verwirrung und Unklarheiten über die genaue Vorbereitung sorgte. Ich schrieb eine Klausur im Bereich im Finanzierung, welche nicht eine Zahl oder Kalkulation enthielt (obwohl dies großer Bestandteil der Vorlesung war), zu einer Klausur war das mitnehmen sämtlicher Unterlagen erlaubt und der Höhepunkt war dann die Klausur in der ich meinen Laptop mitbringen durfte.  Man könnten nun Mutmaßen das die Examen dementsprechend schwerer gewesen wären, aber nein weit gefehlt. Die meisten Frage bezogen sich auf Verallgemeinerungen und die eigene Meinung.

Von meiner Freizeit her habe ich mich langsam an einen Alltag hier gewöhnt. Da ich Moment noch auf die finanzielle Unterstützung von Bafög und deren gleiche warte, muss ich Reisetechnisch ein wenig zurück treten. Somit ist der Pool daheim und meine Gitarre zu meinen besten Freunden geworden. Zur Zeit fühlt es sich hier an wie die Ruhe vor dem Sturm, da es schon bald ins nächste Abenteuer geht. Nicht nur wieder eines neues Land, auch wenn Österreich im Vergleich zu Indonesien höchst wahrscheinlich ehr vertraut wirken wird, steht auch meine erstes echtes "zusammen ziehen "bevor. Phoung und ich planen der Weil den nächsten Schritt in unserer Beziehung zu gehen und uns für das Praktikum in Österreich eine gemeinsame Bude zu suchen. Da Sie zum Glück bereits in Groningen viel Zeit bei mir verbracht hat, ist Sie denke ich meinen ausgeprägten Drang zu Ordnung gewohnt und ähnliches gewöhnt. Hab mir allerdings sagen lassen das zusammen ziehen trotzdem ein Abenteuer sein kann:D Damit das alles aber klappt stehen erst mal Bewerbungen aus, plus das Glück zwei Plätze in einer Stadt zu bekommen, als auch eine bezahlbare Wohnung zu finden.

So ich werde mich zusammen reißen mich nun wieder wöchentlich zu melden und euch auf dem laufenden zu halten. ;)


Ach so und hier nun ein paar Fotos aus der letzten Zeit die es bisher noch nicht in de Blog geschafft haben

 

Karimunjawa ?! Kann man mal machen

Donnerstag, 02.10.2014

Hallo zusammen,

und wieder ist eine Woche vergangen und ich muss feststellen das ich nun schon gute 6 Wochen in dieser fernen Welt verbracht habe. Die Zeit vergeht wahrlich wie im Fluge. Wie schon angekündigt habe ich an diesem Wochenende meinen 2ten größeren Trip unternommen, dieses mal zu einer Insel (Karimunjawa) . Los ging es wie immer mit einer gewissen, hier mehr als üblichen, indonesischen Verspätung. Unsere Gruppe bestand aus ca. 30 Leuten, von denen die eine Hälfte aus bunt gemischten Internationalen Leuten bestand und die andere Gruppe aus Niederländeren, deren Präsnez hier unübersehbar ist. Die meisten der Leute kannte ich im Vorfeld und zumindest bei einem Bier hat man das ein oder andere Wort gewechselt.

Die Hinfahrt war ein wahrer Traum. Abends um 22:00 ging in einem Bus los zum Hafen. Das Problem an dem Bus war das er für indonesische Körpergröße ausgelegt war und somit keiner von uns den Platz hatte sich normal hinzusetzen, geschweige den eine Position zu finden in der man die 7 stündige Fahrt angenehm überstehen konnte. Da der Bus natürlich auch bis auf den letztens Platz besetzt war, endet es darin das eine Gruppe von uns sich den Boden als Nachtlager einrichtete. Ein weiteres Highlight der Busfahrt waren die Straße. Die Infrastruktur in Indonesien hat die Autobahn in den meisten Teilen noch nicht erreicht, somit fuhren wir die komplette Fahrt auf einer sehr engen, löchrigen Straße, die zu zum allem Überfluss völlig mit LKWs und anderen Auto befahren war.  Auf einer Raststätte erfuhren wir dann von einem LKW Fahrer das es hier üblich sei die komplette Nacht und scheinbar auch einen Großteil des Tages durch zu fahren, hinzu kam das eben jener zu diesem Zeitpunkt in seiner Fahrerkabine mit seinem Beifahrer eine Flasche Wodka leerte, obwohl er nach eigene Aussage noch ein ganzes Stück vor sich hatte. In Indonesien sieht man die Welt eben aus einem anderen Winkel:D

Nun ja, nachdem wir die Busfahrt alle heile überstanden haben hieß es zunächst einmal warten. Unser Reiseführer hatte, um sicher zu stellen das wir die Fähre zur Insel auch erreichen, einen Buffer von 5 Stunden eingebaut. Die Frage warum jemand 5 Stunde als Buffer einrechnet lässt sich wohl am besten mit der nahezu unberechenbaren Verkehrssituation erklären. Eine Hälfte suchte draußen auf der Straße eine Möglichkeit wenigstens ein paar Stunden Schlaf nachzuholen, während die andere Hälfte es sich im Bus gemütlich machte.  Das letzte Problem mit dem, wie immer,  keiner gerechnet hatte, war der Eintritt in die Fähre. Uns wurden im Vorfeld Tickets ausgehändigt, was zu dem Zeitpunkt allerdings niemand wusste, war die Tatsache das auf unserem Ticket auch unser Name stehen musste. Aus einem mir bis jetzt noch nicht ganz klarem Grund, standen auf unseren allerdings völlig willkürliche indonesische Namen. Nach einer 60 minütigen Diskussion mit dem Manager des Hafen, durften wir am Ende dennoch passieren. Auf der Insel angekommen bezogen wir mit jeweils 8 Leuten unsere Häuser. Meine Gruppe bestand aus zwei Koreaner, einem Portugiesen, drei Deutschen und einem Franzosen (eine wirklich amüsante Truppe). Kurz nach unserem Einzug ging es auch schon zum ersten Strand. Ein Traum? Ja mehr als das. Ich möchte euch nun nicht wieder alt zu viel Neid machen (ich denke die Bilder unten werden schon ihren Teil dazu beitragen :D)

An beiden unserer Tage dort hatten wir einen ähnlichen Tagesablauf, am ersten Tag zur Ost und am zweiten Tag zur Westseite. Morgens früh ging es mit dem Boot zu einem der umliegenden Riffe zum Schnorcheln. Nach dem jeder in aller Ruhe die atemberaubende Unterwasserwelt erkundet hatten, ging es gegen Mittag zu einer der unbewohnten Insel. Die Inseln waren in 15 min zu Fuß umrundbar und bestanden zum Großteil aus Sand und Palmen. Auf der Insel gab es dann Mittagessen. Selbsterklärend frisch gefangener Fisch auf einem Grill im Boden. (denke ich habe bisher keinen besseren Fisch gegessen). Nach dem Essen hieß es dann ein gemütliches Nickerchen am Strand zu nehmen, um Energie für den Rest des Tages zu sammeln. Tiefen entspannt ging es dann mit Boot zu einem weiteren Riff bevor es dann gegen Abend, pünktlich zum Sonnenuntergang wieder zu einem der unzähligen Strände ging. Nach dem Abendessen im Hostel hieß es dann ab zum Lagerfeuer am Strand um ein paar Bier zu trinken und den Tag refoue passieren zu lassen. Alles in allem wahrlich ein Traumwochenende und das für umgerechnet 100 € all inklusive. Wenn ich hier am Tisch sitze und hier nur das gröbste niederschreibe fällt mir auf wie schwer es mir fällt das alles wirklich zu verarbeiten, es wirkt alles immer noch sehr unreal, wahrlich eine Reitüberflutung an Schönheit:D

Zum Abschluss noch eine kurze Erzählung wie ich das erste Mal Bekanntschaft mit der örtlichen Polizei gemacht habe. Wie das manchmal so ist habe ich vor kurzem eine rote Ampel, völlig versehentlich und mit der Überzeugung sie sei maximal dunkelgrün gewesen, überquert. Bei meinen Glück wartete natürlich auf der anderen Seite schon der Polizist auf jemand wie mich... Nach dem er mich gebeten hat anzuhalten und ihm zu Fuß hinter eine Mauer folgen, durfte ich feststellen das sein Englisch nicht das Beste oder besser gesagt nicht vorhanden war.  Da ich von  der Uni kam hatte ich weder Führerschein noch viel Geld dabei. Nach dem der Polizist 3 Minuten lang nur "Driverlicense" sagte, begriff er langsam das ich diese nicht dabei habe.  Seine nächste Worten waren nur 300.000 Rupiha, da ich auch diese nicht dabei hatte, vergingen wieder einige Minuten. Ende es Liedes war dann das ich Ihm mein komplettes Kleingeld ( ca. 53.000 Rupiha) überlassen haben und ohne weiteres passieren drufte.. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, das ein solches Vergehen hier nur 50.000 Rupiha kostet und alles andere "Bule" (Ausländer) Preise sind.  Ansonsten sind Stromausfälle die ganze Stadt lahmlegen und Internet Ausfälle mittlerweile schon Gewohnheit. Mir gehts hier immernoch wunderbar und ich genieße mein Leben;) Hoffe euch geht es allen auch gut und freue mich über jeden Kommentar, Nachricht oder sonstige Lebenszeichen.

Lieben Gruß

Martin

@ Stefan: Jop schick ich dir per Email rüber ;)

@ Phuong: Bist und bleibst eben die Beste

Hier die Bilder des Wochenendes;)

 

Zwischen 2 Welten

Donnerstag, 25.09.2014

Guten Abend alle zusammen,

und schon wieder ist eine Woche im Paradiese vergangen. Auch wenn ich diesmal ein paar Tage Verspätung habe, möchte ich dennoch die Gelegenheit nutze, euch an dem Geschehen Teil lassen zu haben.  Fang wir mit der Uni an. Bisher läuft alles wie immer. Der Professoren halten unwahrscheinlich langsame und uninteressant Vorlesungen,  sodass wirklich allen (selbst den Einheimischen) sehr schwer fällt Interesse und Aufmerksamkeit zu heucheln. Der Hacken an der Sache ist, das wir sowohl Anwesenheitspflicht haben, als auch eine Noten für unsere Beteiligung im Unterricht bekommen. Ganz so wie man mich kennt versuche ich demnach hin und wieder, einen mehr oder minder intelligenten Beitrag zu leisten. Ergebnis des ganzen ist nun, dass einer der Dozenten meinen Namen auswendig kennt und der festen Überzeugung ist das ich mit Vornamen Martin Krützen heiße, bisher habe ich keinen wirklich geeigneten Moment gefunden in zu belehren. Bin gespannt wann er sich die Frage stellt wie wohl mit Nachnamen heißen könnte.  Ansonsten hatte ich letzte Woche meine erste Präsentation und meinen ersten Test. Für die Präsentation habe ich mich selbst erklärend bestens vorbereitet (nicht!) und habe dafür ein überraschend gutes Feedback bekommen. Es ging soweit das ein paar der in der Klasse anwesenden Einheimischen mir und meiner Gruppe Abends auf einer Feier gratulierten.  Der Test enthielt ein paar doch sehr offene Fragen, die wir dann dazu noch lautstark in einer Gruppendiskussion löst. Alles in allem kann man festhalten das dass Bildungssystem in der ferne durchaus ein anderes ist.

Meine Aktivitäten in der letzten Woche beschränkten sich größtenteils auf die nähere Umgebung Yogyakartas. Eines der Highlight war ein Beerpong Tunier im einem befreundetem Haus. Zum Spielgesehen könnt Ihr euch sicherlich selber alle ein Bild machen, darum komm ich direkt zum interessantem Teil. Nach dem das Spiel beendet war stellten ich und meine zwei Mitbewohner fest ,dass wir wohl doch ein Taxi nach Hause brauchten. Kaum hatten wir uns auf die Suche gemacht, sprach uns eine Gruppe Einheimischer darauf an warum wir so verloren durch die Gegend laufen würden.  Bereits ein paar Minuten später saßen wir in einem "Tattoo Studio" (wenn man dann ein Raum mit zwei Tischen und ein paar Stühlen so nennen kann), in einer Runde Indoeser. Die Leute waren alle unglaublich netten und halfen uns ein Taxi zu bekommen. Während uns eine heiße Schokolade gereicht wurde, machten sich zwei der Gruppe mit einem Roller auf die Suche nach einem Taxi das uns nach Hause bringt. Es sind schon beeindruckend wie hilfsbereit die Menschen hier selbst um 2:30 noch sind. Nun ja aber ich möchte in diesem Blog natürlich nicht nur die schönen Seiten beleuchten. An selben Abend wurde ein Freund von mir Beisitzer eines unschönes Unfalls. Er entschied sich anstatt mit uns im Taxi zu fahren, den hinteren Bereich des Rollers einer Bekannten als Transportmitteln zu bevorzugen. Der Moment an dem mir mal wieder klar wurde in welch einer kontrastreichen Welt ich mir hier befinde kam, als ich eine Nachricht erhielt das er nun im Krankenhaus ist und die beiden Überfallen wurden. Auf Rückweg von der Party, wurden die beiden von einem Motorradfahrer eingeholt der prompt versucht die Handtasche der Fahrerin an sich zu reißen. Diese wiederum reagiert aus Schock mit einer Vollbremsung, welche dazu führt das die beide bei 50/ kmh  hinfielen, während der Motorradfahrer ungeachtet dessen weiter fuhr..  Man kann denke ich von Glück sprechen das beide mit wenig Schrammen davon gekommen sind.

Der Rest des Wochenende verlief relativ ruhig. Ich habe meine Freizeit genutzt um hier und da ein paar örtliche Palaste und Tempel zu besichtigen. Alle sehr nett aber keiner wirklich der Rede wert. Darum zum nächsten Thema, dem Culture Day. Sonntag hatten wir die Möglichkeit an einem Angebot der Universität teilzunehmen, das uns ein paar der traditionellen Tätigkeiten der Einheimischen näher bringen sollte. Auf der Liste stand neben Reis pflügen und ernten, Batik Malereien und das spielen ein paar der traditionellen musikalischen Instrumente. Es hat wirklich Spaß gemacht und war einmalige Erfahrung.  Unten findet ihr ein paar Bilder und noch ein paar Worte dazu;)

Ja das wars für diese Woche. Hier ist es gerade 18:13 und um 21:00 geht es wieder los. Ich fahre mit ein paar Leuten zu einer Insel in der Nähe. Geplant sind am Strand liegen, Schnorchel, mit den Haien schwimmen und noch so das ein oder andere Abenteuer. Ich lass euch, wenn ich wieder da bin, wissen es war;) Bis dahin wünsche euch allen eine gute Zeit und freue mich euch alle bald wieder sehen zu dürfen.

Beste Grüße

Martin

@ Stefan: Ja ja ein Besuch würde sicherlich in einem unvergesslichen Abenteuer enden, aber heute ist ja nicht aller Tage Abend. Versuche mir hier einen guten Überblick zu verschaffen und da Indonesien ja nicht weg läuft bleibt uns alle Zeit dieser Welt. Denke mal wir werden uns dann im nächsten Jahr wiedersehen;) Freue mich riesig auf euch alle und bitte richte auch Daniela (falls Sie das hier nicht selbst liest) alles Liebe aus. Phuong und ich sind der Weil zu dem Entschluss gekommen im Januar der Heimat wieder ein paar Schritte näher zukommen und planen unser Praktikum in Österreich. Denke spätestens dann wird sich irgendwie eine Gelegenheit bieten sich zu sehen:)

 

Ich beim Bullenreiten.

 

Hier meine beinahe unglaublichen künsterlischen Talente:

 

Das Beerpongtunier und ein Bilder unterwegs;)

 

 

 

Let love rule

Montag, 15.09.2014

Guten Morgen zusammen,

Wieder ist eine Woche rum und wieder einmal liegen ein paar wunderbare Erlebnisse hinter mir. Dieses Wochenende habe ich es endlich auch einmal geschafft zu einem Strand zu fahren:D Mit 4 Holländern ging es Freitag Mittag gegen 13:00 Uhr los zu einem vier Stunden entfernten Strand. Da es Donnerstag wieder mal eine Party zu feiern gab, dauerte die Entscheidung zwischen den Transportmitteln Roller oder Taxi nicht lange. Im Nachhinein kann ich nur sagen, eine meiner besten Entscheidungen. Nicht nur die Straßen außerhalb Yogyakartas waren, was ich für unmöglich gehalten hätte, noch schlechter, was eine Fahrt zur Tortur machte, nein unsere Taxifahrt war einfach ein Traum:D Unser Fahrer, Kito, war ein sehr aufgeschlossener Indoneser der uns über die ganze Fahrt mit lokalen Früchten und Essen versorgte. Sein Taxi war eines der komfortabelsten in dem ich je gesessen habe. Alles in allem war die Fahrt seine 10 € pro Person durchaus Wert.   

Unser Ziel war ein kleiner Ort direkt am Strand, indem wir schon nach kurzer Suche ein Hostel für zwei Nächte fanden. Der Ort selber war verblüffend wenig touristisch. Kaum Hotels, kaum Supermärkte oder irgendwas was es einem Tourist leicht gemacht hätte. Für uns allerdings ein Traum, da man die Ruhe hatte den Ort in seiner vollen Pracht zu genießen. Bei einem Bier am Abend, mit zwei anderen Studenten die wir im Hosteln kennen gelernt haben, erfuhren wir von einem anderen Strand der nur 30 Minuten entfernt war. Am nächsten Tag haben wir kurzer Hand zwei Roller gemietet und haben uns auf die Suche nach dem Strand gemacht. Laut Erzählung der beiden sollte dieser nämlich ein einsamer Strand mit 5 Meter hohen Wellen sein. Außerdem erzählten sie uns das es ein Strand für Profi Bodyboarder sein sollte (wusste auch nicht das es ein Profibereich für diese Form von Sport gibt) da die Wellen optimal dafür geeignet sind, es allerdings direkt unter der Wasseroberfläche ein gefährliches Riff gibt.

Die Fahrt zu dem Strand war schon ein Abenteuer an sich. Mal abgesehen davon das die Roller die wir uns für Tag geliehen hatten quasi nur aus Mängeln bestanden (nur eine funktionierende Bremse, sperrige Lenkung, nur manueller Anlasser etc.), verlief die Strecke den gesamten Weg durch die Berge. Von der Umgebung her wirklich schön aber auch dementsprechend gefährlich. Teilweise waren die Straße gar nicht ausgebaut sodass es nur Schotterwege gab und manchmal gab es zunächst verhältnismäßig gute Straßen die dann urplötzlich riesige Löcher und Brüche hatten. Man musste sich schon sehr konzentrieren um schlimmeres zu vermeiden. Am Ende sind wir dennoch gut und unfallfrei angekommen.

Der Strand war wirklich wie beschrieben. Wir waren zu Beginn die einzige die überhaupt am Strand waren und später kamen nur eine Hand voll Surfer dazu. Dieser Ort hatte etwas so friedliches wie ich es selten gesehen habe (denke die Bilder unten sagen genug). Es gab genau einen Stand einer netten älteren Dame der uns mit Essen versorgte. Nach einem leckeren am Strand gekochtem Essen haben wir ein sehr entspanntes Nickerchen im Schatten gemacht. Ich muss schon sagen, im Schatten einer Palme, auf dem Sand eines verlassenen Strandes, mit dem Wellen als Hintergrundgeräusch, so gut hab ich lang nicht mehr gefaulenzt:D

Zurück an unserem Strand haben wir uns natürlich prompt Bodyboards ausgeliehen und uns in die Wellen gestürzt. Ich kann nur sagen Hut ab vor den Profis:D Alleine schon der Versuch mit einem kleinen Board hinter den Punkt zu kommen an dem die Wellen brechen ist schier unmöglich. Die Welle dann noch im richtigen Moment zu treffen und "Tricks" auf den Wellen zu machen, für mich erst einmal unerreichbar. Trotzdem ein riesen Spaß.

Am Anfang der Reise ging ich davon aus das wir am Ende vielleicht 8 Leute sind. Weit gefehlt. Als wir von unserem Ausflug zurück kamen stellen wir fest das wir beinahe eine Gruppe von 30 Leuten waren und unser Hostel komplett aus Leuten bestand die mit uns in Yogyakarta studieren. Nach einem leckerem Essen an einem der Restaurant, das mit der Anzahl an Leute maßlos überfordert war, haben wir alle zusammen ein Lagerfeuer am Strand gemacht. Ein rundes Ende für ein schönes Wochenende;)

Nach so einem Wochenende sitze ich nun hier in einer Badehose und werde gleich eine Runde im Pool schwimmen gehen. Ich denke man kann getrost festhalten, schlecht geht es mir hier bei weitem nicht.

Hier nun noch ein paar Bilder es Wochenendes.

 

 

Bis die Tage dann ;)

Die Feier zum erste Vierteljahrhundert meines Lebens

Sonntag, 07.09.2014

Halli Hallo,

so nach einer gelungen Geburtstagsparty bin ich schon einen Tag später wieder fit und hoch motiviert auf den Beinen. Die Feier war nach meiner Ansicht ein voller Erfolg. Die ersten Leute kamen gegen 14:00 Mittags und so haben wir erst mal alle zusammen im Pool die Sonne, bei hier üblichen 29°, genießen können. Ich saß demnach, den ganzen Tag tiefen entspannt, in einem Schwimmreif, mit einem kühlen Bier in der Hand, im Pool:D Was könnte man sich zu seinem Geburtstag schon groß mehr wünschen.

Die eigentlich Feier starte um 20:00 und alle Leute wahren erstaunlicherweise relativ pünktlich, sodass es zügig voller wurde. Am Ende waren wir im Durchschnitt ca. 40 Leute, die alle aus den verschiedensten Ecke dieser Welt kamen. Auf Grund unseres, nennen wir es mal geräumigen, Anwesens hatten wir mehr als genug Platz für jeden:D 

Für das Beschallung der Menge haben wir uns kurzer Hand bei einem bekannten Haus, voller französischer Student, zwei 1,20m hohe  Boxen geliehen. Da wir sie zu zweit und zu Fuß abgeholt habe, kamen wir nicht drum herum mehr als einen Blick der Einheimischen zu ernten, der uns eindeutig als verrückt abstempelte. Ansonsten waren wir alles in allem bis 3-4 Uhr hier unterwegs und haben zusammen einen schönen Abend erlebt. Trinkspiele, Gitarren jams, Kuchen im Gesicht, Tanzen, Lachen, mehrere Leute zu später Stunde im Pool, ich kann nur sagen ein runder Abend;) .  Geschenke waren von Kuchen, zu Alkohol, einem eigenen Song,  bis zu einem wahrlich wunderschönem Batik Hemd alles dabei:D

Hier nun ein paar Bilder die vielleicht mehr sagen;)

Sophia und ich beim Versuch ein ansehnliches Unterwasserbild zu machen:D

Der Versuch eines unterwasser Gruppenfotos, Ziel sollte es sein uns zu stappeln, hätte beinahe geklappt.

 

 

Mein Geburtstagskuchen:

Ein paar der Besucher;)

Und zum Schluss ich, überglücklich, in meinem neuen traditionellen, indonesischem Hemd:D

 

Lieben Gruß an alle, hoffe euch geht es gut;)

Durchs Paradies treiben

Montag, 01.09.2014

Guten Morgen zusammen,

so nun ist wieder eine Woche vergangen und ich hab Zeit meine Erlebnisse hier festzuhalten.  Gesundheitlich geht es mir wieder besser und ich bin voller Tatendrang. In der letzten Woche hatte ich die ersten Vorlesung und bin geteilter Meinung wie viel ich hier tatsächlich an Bildung mitnehmen werden:D Bisher war nur eine aus 5 Vorlesung ansprechend, die restlichen sind schon sehr anders als gewohnt. Die Dozenten scheinen kontinuierlich verwirrt und nicht ganz bei der Sache zu sein. Von völlig chaotischen Tafelbilder, die keinerlei Logik folgen oder eine verständlichen Inhalt vermitteln, bis zu völlig Zusammenhangs losen Vorträgen war bisher alles dabei. Vom generell Anspruch her scheint man es hier auch ehr lockerer zuzugehen, da die meisten Klausuren nur 40 % der gesamt Note ausmachen und der Rest an Gruppenarbeiten/Präsentationen gebunden ist.  

Ansonsten hab ich mittlerweile ein paar Leute hier kennen gelernt. Von Franzosen bis Australiern ist bisher alles dabei, auch wenn es hier überraschend viele Holländer und Deutsche gibt. Im groben kann man sagen das wir ein Gruppe von so 20-30 Leuten sind mit denen man immer mal wieder was macht.  Letzte Wochen waren wir in einer Karaokebar, Vorgestern dann auf einer Hausparty und gestern bei einer entspannte Pool Party. Irgendwie hat man hier das Gefühl nie wirklich alleine zu sein und vom Lebensstil erinnert mich das hier stark an ein American Pie Film oder der gleichen. Da beinahe jeder von uns so luxuriös lebt wie wir ist, ist jeden Party in einem riesigen, wunderschönen Haus. Und auch sonst ist Haus hier nie leer, da immer Leute zum entspannen, vorglühen oder was auch immer hier sind.

Vor zwei Tagen war ich mit einer Gruppe von Holländer auf einem Trip zu einem der umliegenden Tempel (Borobudur). Spontan wie immer haben wir die Tour abends um halb zehn gebucht. Am nächsten Morgen um 03:00 gings dann pünktlich zum Sonnenaufgang in Richtung Tempel. Unsere Taxifahrer, den für den Tag gemietet haben, der erstaunlich wenig englisch konnte, hat uns erstmal am falschen Platz abgesetzt. Kurz nach dem er uns abgesetzt hatte und zu uns meinte das er "nur eben" das Auto parken wolle, war er verschwunden und tauchte für die nächsten vier Stunden auch nicht mehr auf. Wir waren also auf uns alleine gestellt und irreten zunächst für eine Weile durch die weiten des Hotels an dem er uns abgesetzt hatte. Als die Hoffnung Wasdi (unser Taxifahrer) wieder zu finden gestorben war, fanden wir den weg zum Tempel und schafften es tatsächlich noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang beim Tempel zu sein. Ein wirklich schöner Anblick, auch wenn die Wolken uns den Blick auf einen perfekten Sonnenaufgang,  nahmen. Das einzige was mich wirklich gestöhrt hat, war die Tatsache das beinahe alle Menschen die da waren, offensichtlich nur da waren um ein möglichst schönes Bild zumachen. Das ganze nimmt dem Ort ein wenig die Seele wenn alle Menschen nur da sind, um aus dem Besuch eines buddhistischen Tempel, ein Fotoshooting zu machen . Soweit ich das mitbekommen habe, war ich glaub ich der einzige der sich einfach hingesetzt hat und versucht hat den Moment zu genießen, anstatt ihn irgendwo zu verewigen.

Nach dem die Sonne aufgegangen war und wir Wasdi nach einer erstaunlich kurzen Suche wieder gefunden haben, ging es direkt weiter zum Rafting. Es ging ca 15 km einen Fluss mit dem entsprechenden Stromschnellen runter. Ein Leiter und jeweils 5 Leute von uns teilten sich ein Boot. Unser Leiter war recht entspannt und durch seine 25 jährige Erfahrung ein recht kundiger Mann. Der Fluss bahnte sich seinen Weg durch eine wahre Oase eine Dschungels. Palmen, grüne Pflanze wo das Auge auch hinblickt, Einheimische die am Rande fischen oder Ihre Wäsche reinigen, einfach so wie man sich das klischeehaft vorstellen würde. Wir konnte stellenweise im Wasser mit unseren Schwimmwesten treiben, von Klippen springen und so weiter. Mein persönliches Highlight war allerdings der Moment als er uns erlaubte außerhalb des Bootes durch die Stromschnellen zu schwimmen. Neben ein paar blauer Pflege der doch etwas größeren Steine in der Stromschnelle, bleibt der Eindruck wie Hilfslos und Machtlos in einem solchen Moment ist. Tatsächlich kann man nichts machen als sich treiben zu lassen und zu hoffe das alles gut geht, eine "dagegen anschwimmen" oder gleichen ist völlig Zwecklos.  Trotzdem eine Erfahrung die es Wert war.

In den nächsten Tage steht erstmal wieder Uni auf der Liste und am Freitag unsere erste Housewarming /Geburtstagsfeier an. Ansonsten wird es wohl spontan wie bisher bleiben, heisst meistens weiss ich Mittags nicht mal was Abends ist:D Ich hoffe euch allen da draußen gehts auch gut, lasst doch mal bei Gelegenheit von euch hören;)

Liebe Grüße meinerseits,

Martin;)


PS. meine Kamera zickt, deswegen gibts Bilder erst später;)

Der Umzug und die ersten Betttage

Sonntag, 24.08.2014

Guten Morgen alle zusammen,

als erstes entschuldigt bitte das ich mich in den letzten Tagen nicht gemeldet habe, aber das mit dem Internet hier war ein längerer Kampf. Am Mittwoch war dann nun endlich der Umzug. Die Wohnung ist nach wie vor ein Traum, auch wenn man hier und da Abstriche von seinem westlichem Empfinden machen muss. Abgesehen von dem anfangs nicht vorhandenem Internet gibt es immer wieder neue Überraschungen. Zunächst hatte ich kein Wasser, dann heute mal spontan für 2 Stunden kein Strom und nicht zu vergessen die umliegenden Muschees.  Habe Heute festgestellt das hier direkt mal zwei in der Nähe sind, die sich ein regelrechtes "Battle" darum bieten, welche ihrer in die Stadt dröhnenden Gebetsgesänge, man lauter hört. Aber auch daran werde ich mich früher oder später gewöhnen.

Mittlerweile hab ich auch meinen eigenen Roller, somit steht meiner Flexibilität nichts mehr im Wege. Fürs Wochenende stand eigentlich ein Trip mit ein paar Leuten, die ich hier in den letzten Tagen kennen gelernt habe, an. Allerdings hat mein Körper sich überlegt krank zu werden. Um das ganze abzurunden hatte ich zum selbe Zeitpunkt die Ehre mir den Magen, an einer der indonesischen Speisen, zu verderben. Nachdem ich die letzten zwei Tage Flach lag oder die Toilette besucht habe, hab ich Trip abgesagt.

Heute war ich zum ersten Mal wieder auf den Beinen und hab die direkt mal die Apotheke besucht. Auch wenn man sich nicht wirklich verbal verständigen konnte, wurde mir durch Kommunikation mit Hand und Fuß, die richtige Medizin geben (so hoffe ich:D). Meine neuen Mitbewohner haben sie bisher regelmäßig nach meinem Wohlbefinden erkundigt und mir die Nummer des Mc Donalds Lieferservice besorgt. ( Oh ja wir haben hier einen Mc Donalds Lieferservice)

Am Dienstag fängt die Uni an und hoffe das hier dann so langsam ein wenig Alltag einkehrt. Ansonsten was hier bisher jeden 26° - 30° und blauer Himmel, was zu einer erstaunlichen inneren Ruhe führt:D 

So hier nun auch die versprochenen Bilder meiner aktuellen Bleibe:

 Unser Eingangsbereich und erstes Haus

Der Pool:

Unsere Terrasse:

Zweites Haus + Bungalow

Unsere Haustiere:

Mein Zimmer und gemeinschaftsküche:



@ Stefan:  Noch bin ich ja gute 4 Monate hier, von daher vllt führt mich mein Weg noch auf die Straße mit einem Schild in der Hand. Sollte es soweit kommen, bist du der erste der nen Bild bekommt :D Zum Thema Bier... Bingtang ist hier so das gängigste, kommt Heineken wohl am nächsten. Allerdings ist es in einem muslimischen Land gar nicht mal so einfach daran zu kommen. Die Stadt ist in bestimmt Bereiche unterteilt und nur in bestimmten ist der Vertrieb von Alkohol überhaupt erlaubt, hinzukommt das ein Flasche Bier für die hiesigen Verhältnisse sehr teuer ist. Denke mal werde die nächste 5 weniger trinken:D


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